Hysterocrates
Hysterocrates hercules u. Hysterocrates gigas


 

Herkunft : Benin, Kamerun, Ghana, Nigeria
Lebensweise : Röhrenbewohner
Körperlänge : etwa 8 cm
Temperatur Tags : 22-24 "C
Temperatur Nachts : ca. 18 "C
Luftfeuchtigkeit : 80-90 %
Fressverhalten : nimmt Futter sehr gut an.
Nahrung : Heimchen, Grillen, Heuschrecken, junge Mäuse
Haltung : 20x20x30 cm, 30x20x40 LxBxH (Haplotank)
Verhalten : aggressiv
Verteidigung : Flucht, Beinschlagen, Abwehrbiss
Deutscher Name : "Afrikanische Riesenvogelspinne"
Erstbeschreibung-gigas :
Pocock, R.I. 1897.
On the spiders of the suborder Mygalomorphae from the Ethiopian Region, contained in the collection of the British Museum.
Proceedings of the Zoological Society of London 1897: 724-774 [p. 762].
Erstbeschreibung-hercules :
Pocock, R.I. 1899.
On the scorpions, pedipalps and spiders from tropical West- Africa, represented in the collection of the British Museum.
Proceedings of the Zoological Society of London 1899: 833-885 [p. 844].
Wachstum : relativ schnell.
Lebenserwartung : vermutlich bis zu 20 Jahre.

Nicht für Anfänger geeignet!


Hysterocrates cf. gigas, Weibchen

Haltung seit: Mai 2009

Anmerkung:
Im Terrarium eingelebt zeigen sich die Tiere oft sehr scheu.
Hysterocrates spec. sind sehr defensive und nur mäßig aggressiv.

Meine bisherigen Erfahrungen:

Ich bezeichne diese Vogelspinne hier nur als Hysterocrates spec. (Species) da es nicht möglich ist die Arten "hercules und gigas" zu unterscheiden. Da beide Arten Röhrenbewohner sind und ein sehr ähnliches Habitat bewohnen und auch die Haltungsparameter identisch sind, macht es keinen Unterschied, welche der beiden Arten man hält. Die Haltung ist die gleiche.

Von Hysterocrates sind 20 Arten beschrieben wurden lt. Platnick (Stand: 06/2010). Die bekanntesten von ihnen sind Hysterocrates hercules und Hysterocrates gigas. Die beide auch sehr häufig im Hobby unter diesen Namen vertreten sind. Um die Unterscheidung der beiden Arten kursieren viele Annahmen - eine Annahme besagt, dass die Hysterocrates gigas mehr ins bräunliche gefärbt ist, während die Hysterocrates hercules mehr ins schwarz ginge. Dieses ist und bleibt jedoch nur ein Gerücht, welchem man keine Beachtung schenken sollte. Ich konnte bei meinen Hysterocrates spec. beobachten das die Färbung nach der Häutung bei einigen Exemplaren sehr dunkelbraun, fast schon schwarz bleibt, bei anderen aus dem selben Kokon blieb sie hellbraun. Nach der nächsten Häutung erscheinte die Färbung dann wieder anders.

Das Verhalten dieser Vogelspinne würde ich als sehr defensiv beschreiben, zwar verteidigen sie sich durch einen Abwehrbiss, jedoch ziehen sie sich bei einer Störung grundsätzlich sehr schnell zurück, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Keines meiner großen Exemplare hat jemals eine offensive Verteidigung gezeigt. Auch begeben sie sich kaum in Drohstellung, wenn man die Tiere nicht unnötig reizt.

An die Haltung stellt Hysterocrates spezielle Anforderungen, denn diese Vogelspinne ist ein Röhrenbewohner und gräbt tiefe Röhren in den Boden. Daher sollte der Bodengrund mindestens 20 cm hoch im Terrarium eingefüllt werden. Bei mir besteht der Bodengrund aus einen Mix von handelsüblicher Blumenerde und Lehmpulver im Verhältnis von 70/30. Dieser ist fest angedrückt und ständig feucht zu halten.

Um der Vogelspinne das graben zu erleichtern sollte man ihr einen Röhreneingang vor stechen, den sie mit der Zeit dann von alleine weiter ausgräbt. Einige Wildfänge brauchen dazu eine Eingewöhnungszeit, die mit unter sogar einige Wochen andauern kann, bis sie mal anfangen zu graben.


Hysterocrates cf.hercules, juvenil

Die Nachzucht von Hysterocrates gigs u. hercules ist sehr einfach, da beide Geschlechter meistens friedlich aufeinander reagieren. Viel größer ist das Problem, die richtigen Arten zu bekommen. Hier empfiehlt es sich Tiere aus dem gleichen Kokon zu nehmen. nur so kann man sicher stellen das es wirklich die gleiche Art ist.

Das Männchen kann man einige Tage beim Weibchen im Terrarium drin lassen. I.d.R. überlebt das Männchen den Aufenthalt und kann einige Tage später für ein weiteres Weibchen eingesetzt werden. Bis zum Kokonbau kann es einige Monate dauern (3-6 Monate), dieser wird stationär in der Röhre bzw. im Terrarium angebracht und nicht von dem Muttertier bei sich getragen.

Die Aufzucht der Nachzuchten bereitet keine Probleme. Die kleinen Slings fressen ab der 1.FH (Fresshaut) bereits kleine Heimchen und sind sehr defensiv. Einige Halter berichten davon das bereits die kleinen Slings relativ beißfreudig seien, ich konnte dieses bisher nicht beobachten, da meine bei einer Störung grundsätzlich flüchten.

Zur Haltung habe ich einige Tips zusammengestellt:

www.vogelspinnen-hameln.de Maculata.de