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Herkunft :
Brasilien (Regenwald) Anfängertaugliche Vogelspinne
Haltung seit: Juli 2007 Anmerkung: Acanthoscurria geniculata zählt als
aggressive Bombardierspinne. Meine Erfahrungen Bisher: Ich habe mit 2 Acanthoscurria geniculata bisher Erfahrungen sammeln können. Die eine habe ich als Spiderling (Jungtier) bekommen, die andere als Juvenil (jugendliches Tier) mit einer Körperlänge von ca. 3 cm. Beide Tiere verhaielten sich komplett anders. Der Spiderling war von Anfang an sehr hektisch und bombardierte schon bei kleinen Störungen. Beim umsetzen zeigte dieser sich zudem relativ aggressiv mir gegenüber und versuchte auch schon mal nach meinen Fingern zu schnappen. Wo andere Spiderlinge ehr die Flucht suchen, stellt sich Acanthoscurria geniculata schon mal gerne einen Störenfried entgegen. Mein großes Exemplar zeigte hingegen ein recht ruhiges Verhalten. Zwar stürzt sie sich erstmal auf alles was fressbar sein könnte, zeigte hier aber keinerlei Aggressivität. Bombardiert wurde nur selten, dafür aber schon mal hektisch die Flucht ergriffen, wenn man sie im Terrarium störte. Was diese Art jedoch nicht zu mögen scheint, sind Wasserstrahlen. So attackierten meine beiden Exemplare grundsätzlich den Wasserstrahl wenn ich ihren Wassernapf aufgefüllt habe. Für ihre recht kräftige Figur, kann sich Acanthoscurria geniculata relativ schnell bewegen und bei offenem Terrarium fix ausbüchsen, worauf man ein wenig achten sollte. Auch ist die Vogelspinne dazu in der Lage Scheiben die zum schieben sind aufzuschieben. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Dosierung des Futters haben, da sich diese Art sehr gerne überfrisst. Hier kann man folgende Faustregel anwenden: "Der Hinterleib sollte im Verhältnis zum Vorderkörper 1:1,5 stehen". Ist der Hinterleib deutlich größer als der Vorderkörper, so ist das Tier bereits überfüttert. Hier stelle ich das Futter dann ein und warte bis zur nächsten Fütterung, bis der Hinterleib in etwa wieder 1:1 mit dem Vorderkörper gleichgroß ist. An die Haltung stellt Acanthoscurria geniculata keine besonderen Ansprüche. Als Bodengrund verwende ich Blumenerde. Diese fülle ich ca. 20 cm hoch ins Terrarium ein, um den Tieren das Graben zu ermöglichen. Wobei meine beiden Exemplare ein relativ schwaches Grabverhalten zeigten. Als Bodenabdecker verwende ich Moos aus dem Wald, welches die Feuchtigkeit länger speichert. Die kleinen Mikroorganismen die im Moos enthalten sind, sind für die Vogelspinne nicht schädlich. Zur Verpaarung: Die Verpaarung von Acanthoscurria geniculata gestaltet sich als relativ leicht, solange man mit einer langen Pinzette das Paarungsspiel beobachtet. Da die Weibchen nicht selten aggressiv auf das Männchen reagieren und es schon mal passieren kann, dass das Männchen noch vor der Kopulation vom Weibchen gefressen wird. Da Acanthoscurria geniculata eine recht groß werdende Vogelspinne ist, sollte man ein extra Terrarium für die Verpaarung in betracht ziehen. Dabei empfiehlt es sich, nach meinen Erfahrungen das Weibchen etwa 14 Tage vorher in das Zuchtterrarium zu setzen und das Männchen erst danach. Für das "Zuchtterrarium" reicht es aus, etwas feuchten Bodengrund (Blumenerde) und ein Korkstück als Höhle, welches groß genug ist, als Einrichtung zu verwenden. Für meine Verpaarungen habe ich ein Terrarium von 40x40x40 cm (LxBxH) verwendet. Was prima funktionierte.
Es kann passieren das das Weibchen nicht gleich auf das Männchen reagiert und sich defensiv verhält. Wenn dieses vorkommt rate ich dazu, das Männchen aus dem Terrarium des Weibchens wieder raus zu nehmen und es zwei- bis drei Tage später noch mal rein zu setzen. Dieser Vorgang kann öfter wiederholt werden. Bei mir brauchte es einmal vier Anläufe bis die Paarung klappte. Mein Weibchen baute knapp 4 Monate nach der Paarung ihren Kokon. Zuvor machte sie ihren Höhleneingang komplett dicht, in dem sie Erde davor grub und den Rest mit viel Spinnennetz auskleidete. Im Versteck dichtete sie zusätzlich nochmals alles mit viel Spinnenseide aus. So das ich nur Bruchteile der Umrisse von ihr und dem Kokon zum Anfang sehen konnte. 8 Wochen nachdem mein Weibchen den Kokon gebaut hatte nahm ich ihn ihr ab und zeitigte ihn (bei 24"C) in einer Heimchendose selbst. Im Kokon waren 2013 Nachzuchten drin - was bei Acanthoscurria geniculata keine Seltenheit ist. Auffällig ist das die Larven sehr lange brauchen um sich in die 1.Fresshaut (FH) zu häuten. Die Aufzucht der Slings macht keine Probleme und gestaltet sich als sehr einfach. Spiderlinge wachsen rasch heran und sind bei guter Fütterung in etwa 2-3 Jahren adult.
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Acanthoscurria geniculata:
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